Samstag, 28. Februar 2015

Sexuelle Belästigung

(c) Anja Langlois - "Die missverstandene Emanzipation"

Freitag, 27. Februar 2015

Spock ist tot

© CBS/Landov/dpa

Leonard Nimoy ist tot. Dass diese Erdlinge aus einem Todesfall so eine große Sache machen, - zum Beispiel hier - das hätte er wohl "faszinierend" gefunden.
"Lebe lang und in Frieden"
 sagte er immer, jetzt sagt er es nicht mehr. Und das macht mich traurig, ich wünsche ihm eine friedliche Ruhe.

PickUp und Geschlechterkrieg

"Wer lügt mehr, Frauen oder Männer?"
ist, bzw. war einer der prominentesten Anmachsprüche - inzwischen nicht mehr, da er zu bekannt geworden ist, der Fluch des Erfolges. Er war deshalb so erfolgreich, weil er an etwas anknüpfte, was ein deutsches Sprichwort beschreibt:
"Was sich liebt, das neckt sich"
Denn: Solange man die "roten" Themen wie z.B. sexuelle Gewalt rauslässt, ist der "Geschlechterkrieg" ein sehr lustvolles und anregendes Thema; jeder hat ein Geschlecht, und sogut wie jeder liebt es, über das andere Geschlecht zu lästern und Partei für das eigene zu ergreifen.

Die beiden größten Probleme beim PickUp sind 1.) Ansprechangst und 2.) Sprachlosigkeit. Ein guter "Opener" (Anmachspruch) eröffnet ein Gespräch, überwindet also die Sprachlosigkeit - ich werde dazu nochmal ausführlicher schreiben, insbesondere zu Punkt 1.

Und damit leite ich ganz unelegant über zum Feminismus. Ich kann mich erinnern, wie ich einmal eine Frau, stämmig, Kurzhaarschnitt, also sichtlich eine Feministin, von der ich nichts weiter wollte (also keine Ansprechangst), gefragt habe, ob sie als Frau mal Diskriminierungen ausgesetzt war. Ihre verblüffende Antwort:
"Nein, wie kommen Sie darauf?"
Ja natürlich, wie könnte man darauf kommen, in einer Gesellschaft, in der man täglich in der Zeitung lesen kann, dass Frauen ständig diskriminiert, ja unterdrückt werden?! Scherz beiseite: Es ist verblüffend angesichts der feministischen Medienhoheit, wie viele Frauen auf die Frage "Bist Du Feministin?" mit einem entschiedenen (!) "Nein" antworten - ja sich dadurch sogar beleidigt fühlen; eine fragte mich: "Seh' ich etwa so aus?". Gut, diese Erfahrung ist natürlich nicht repräsentativ, vielleicht spreche ich einfach die falschen Frauen an.

Wirklich interessant aber wird es, wenn eine der seltenen Gelegenheiten eintritt, tatsächlich auf eine Feministin zu treffen.

Meine Erfahrung hierbei ist: Sie sind mir nicht gewachsen - argumentativ. Woran liegt das? Bin ich superintelligent oder im Besitz der letzten Wahrheit? Das behaupte ich nicht; ich habe eine andere Ursache ausgemacht, nämlich dass die feministischen Führerinnen und Informationsquellen ihre Leserinnen schlicht falsch informieren. Eine Antje Schrupp rät ihren Anhängerinnen, sich in eine Filter-Bubble einzuschließen; das Dossier der Emma über die pöhsen Maskulisten gibt kaum ihre inhaltlichen Positionen wieder sondern arbeitet fast ausschließlich mit Ad-Hominem-Argumenten und Diffamierungen; und eine Magda rät auf Freitag.de dazu, nicht die originalen Quellen des Maskulismus zu studieren, da dies unnötig sei und es reiche, die feministische Sekundärlektüre zu lesen, um sich ein Urteil zu bilden. Da aber Antimaskulistinnen nur Strohpuppen abbrennen, wie zum Beispiel, dass Maskulisten nur verlorenen, männlichen Privilegien hinterhertrauern oder einen solchen Verlust befürchten würden; dass sie rechts seien und in ideologischer Nähe zu einem Massenmörder wie Breivik; dass es sich um Frauenhasser handeln würde; führt diese Fehlinformation dazu, dass eine Feministin chancenlos ist, wenn es zu einer Auseinandersetzung kommt mit einem Maskulisten, der sich gut auskennt - besonders wenn er links-liberal ausgerichtet ist.

Ein Beispiel: Als der männerfreundliche (nicht maskulistische) Geschlechterforscher Gerhard Amendt forderte, die Frauenhäuser zu schließen und dafür Gewaltschutzhäuser einzurichten, die beiden Geschlechtern offenständen, machte in der feministischen Szene prompt die Meldung die Runde, er fordere eine Abschaffung der Frauenhäuser... und nichts weiter. Das war nicht nur die halbe Wahrheit - für die er mit Morddrohungen überzogen wurde - sondern eine ganze Lüge. Denn er forderte Hilfe für alle Menschen mit einem Gewaltproblem (auch für Männer) wohingegen Feministinnen behaupteten, er wolle, dass man Menschen (Frauen) mit einem Gewaltproblem im Stich lassen sollte; mit anderen Worten: Das, was Feministinnen über Amendt behaupteten, war das exakte Gegenteil dessen, was er tatsächlich vorschlug. Und jetzt stell' dir einfach mal vor, ich kläre eine erklärte Feministin über diesen "klitzekleinen" Irrtum auf...

Auf meiner Seite hingegen besteht nicht die Gefahr, dass mir derselbe Fehler unterläuft. Ich informiere mich über Feminismus nicht nur bei Antifeministen, sondern auch bei den Originalquellen. In meinem Regal steht nicht nur "Wir Alphamädchen", sondern auch "SCUM", "Hilfe, mein Sohn wird ein Macker", "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann", "Die neue F-Klasse" und weitere; ich leihe mir auch einschlägige Titel (Schwarzer, de Beauvoir) in der Bibliothek aus; ich surfe tagtäglich die wichtigsten feministischen Seiten an, wie z.B. EMMA, Mädchenmannschaft oder KleinerDrei (mehr als 3.000 Fans bei Facebook), um nur wenige zu nennen. Ich bin rundum informiert, ich kenne jede feministische These, und habe auf nahezu alles sofort eine Antwort parat. Feminist-Splaining funktioniert bei mir nicht.

Das ist der entscheidende Unterschied: Ich kenne den Feminismus tatsächlich; die meisten Feministinnen kennen zum Maskulismus nur Diffamierungen, Lügenmärchen und die Nazi-Keule. Das führt dazu, dass eine Feministin aufläuft, wenn sie außerhalb ihrer Filter-Bubble mal auf einen Maskulisten trifft und sich auf eine Diskussion einlässt.

Ich denke übrigens nicht, dass Feministinnen grundsätzlich "böse" seien und Männer hassen würden; sie glauben halt, was man ihnen über das Geschlechterverhältnis erzählt. Hierzu eine Anekdote, an die ich mich immer wieder gerne erinnere:

Ich: "Für mich sind Mann und Frau an Würde und Rechten gleich!"
Sie: "Aber dann bist Du doch Feminist!"

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Wer lügt jetzt mehr? Natürlich die Männer, zum Beispiel auf die Frage: "Bin ich zu dick?" ;-)

Mittwoch, 25. Februar 2015

Über Filter-Bubbles und Männerrechts-Strategien

Was haben Antje Schrupp, die Mädchenmannschaft und die Tagesschau gemeinsam? Sie verfolgen im Großen und Ganzem eine feministische Politik. Und was haben Diktatoren und Feministinnen gemeinsam? Sie wünschen keine offen geführte Debatte, da ein Diskurs mit offenem Ende stets zu ihrem Nachteil, einer Beschränkung ihrer Macht und Medienhoheit führen würde.

Feministische Politik hat ein wesentliches Merkmal: Männliche Opfer und weibliche Täter werden unsichtbar gemacht. Zu dem Andrizid (Massenmord an Jungen und Männern) in Srebrenica schafften es sowohl Antje Schrupp als auch die Tagesschau in ihrer Berichterstattung, das Geschlecht der Opfer unsichtbar zu machen; "die Bevölkerung" wurde abgeschlachtet, schreibt bspw. Frau Schrupp dazu.

Ein weiteres Beispiel ist die Terrormiliz "Boko Haram". Zu dieser durfte ich heute anlässlich des neuen Berichts von Amnesty International in der Tagesschau folgenden Satz vernehmen:
...[Boko Haram] entführt Mädchen und tötet Zivilisten... (sinngemäß aus dem Gedächtnis)
Dass Boko Haram überwiegend Jungen und Männer ermordete, ja sogar Jungen bei lebendigen Leib verbrannte - keine Silbe davon. Erst als dieselbe Terrorgruppe Mädchen entführte, kam es zu einem internationalen Aufschrei - bis ins Weiße Hause.

© Götz Wiedenroth, www.wiedenroth-karikatur.de / klicken zum Vergrößern
 Das Unsichtbarmachen männlicher Opfer hat besonders Anja Langlois in "Die missverstandene Emanzipation" herausgearbeitet. Dies ist ein immer wiederkehrendes Muster nicht nur bei Feministinnen, sondern auch in den Mainstreammedien: Werden Männer zu Opfern, werden gerne geschlechtsneutrale Formulierungen wie eben "Zivilisten", "Menschen" oder eben "Die Bevölkerung" verwendet. Ganz anders sieht es aus, wenn Männer zu Tätern und Frauen zu Opfern werden, dann wird das Geschlecht betont.

Insofern hat es eine Frau Schrupp gut. Sie ist privilegiert als Frau und als Feministin. Das bedeutet, dass sie sich den Luxus leisten kann, sich in eine "Filter-Bubble" einzuschließen, und ihren Lesern raten kann, diesem Beispiel zu folgen. Sie muss nicht befürchten, dass das Staatsfernsehen eine Sendereihe mit dem Titel "Lauter tolle Männer" ins Programm aufnimmt, in welcher Gewalt und Mord an Frauen gefeiert werden, zum Beispiel mit so deutlichen Titeln wie: "Nur eine tote Frau ist eine gute Frau"; und dass man ihr bei Kritik daran mitteilt, dass solche Titel "Geistreiche Komödien" darstellen würden, die man doch bitteschön mit einem "Augenzwinkern" zur Kenntnis nehmen sollte. Sie muss auch nicht befürchten, dass ein männlicher Bundesverdienstkreuzträger zu einem brutalen Gewaltakt gegen eine Frau anmerkt, dass hierbei "Männerfreude" aufkommen müsse, also Gewaltverherrlichung gegen Frauen betreibt. Auch lebt sie nicht in einer Welt, in welcher die Mainstreammedien männliche Täter und weibliche Opfer unsichtbar machen und in welcher Geschlechterpolitik stets eine Politik für Männer und gegen Frauen ist.

Sicher, für Frau Schrupp ist der Mainstream noch nicht feministisch genug, siehe: Wir brauche nämlich keine Frauenquoten, sondern Feministinnenquoten!  Ein weiteres Beispiel: Auf Freitag.de drohte eine Feministin im Interview Feminismuskritikern mit Berufsverbot.

Kommen wir jetzt zu der Männerrechtsbewegung. Kannst Du dir ernsthaft vorstellen, dass ein Männerrechtler ernsthaft eine "Maskulistenquote" fordern könnte oder Feministinnen mit Berufsverbot drohen? Eher nicht, oder? Dieser würden sich schlicht lächerlich machen. Das liegt an den Machtverhältnissen und daran, dass sich Maskulisten bewusst sind, dass sie "unten" sind; Feministinnen drücken vielleicht Frauenquoten durch, aber kein Männerrechtler kann ein Programm verabschieden, etwa um männliche Obdachlose aus der Gosse herauszuholen.


Genau das ist der Grund, warum es für Männerrechtler keine zielführende Strategie wäre, sich in eine Filterbubble einzuschließen; das funktioniert nur für Feministinnen - zwecks Erhaltung der Meinungshoheit. Maskulisten müssen raus, und versuchen im Mainstream ihre Thesen zu positionieren, um am öffentlichen Diskurs zu partizipieren - sich in eine Filter-Bubble einzuschließen, wäre die falsche Strategie. Das ist der Grund, warum der Antimaskulist Thomas Gesterkamp forderte, Männerrechtler und Feminismuskritiker systematisch von jedem Diskurs auszuschließen; eine Taktik, zu der man nur dann ernsthaft raten kann, wenn man den Diskurs sowieso schon dominiert. Das ist der Grund, warum Maskulisten versuchen ihre Meinung in feministischen Blogs zu veröffentlichen - und dann zensiert werden - während hingegen sich in maskulistischen Blogs kaum eine Feministin zu Wort meldet. Warum sollte sie auch? Wenn nicht im Mainstream, sondern nur in unbedeutenden Blogs die These geäußert wird, dass zum Beispiel häusliche Gewalt genauso oft von Frauen ausgeht wie von Männern, besteht für keine Feministin ein Anlass, dort hinzugehen und dagegen anzuschreiben. Solange im Mainstream die Sichtweise vorherrscht, dass das weibliche Geschlecht das unterdrückte sei, kann man es sich leisten, Seiten, auf denen eine gegenteilige Meinung geäußert wird, einfach zu ignorieren.

Nur Femnistinnen können es sich leisten, sich in eine Filterbubble einzuschließen, Männerrechtler können das nicht. Diese müssen ihren Bereich des Internets verlassen und mit Kommentaren und Petitionen eine Informationspolitik in ihrem Sinne verfolgen.

Feministisches Privileg: Nichts sehen, nichts hören, einfach pennen.

Montag, 23. Februar 2015

Sexuelle Belästigung und Ansprechangst

Wenn man Feministinnen folgt, dann leben wir in einer Gesellschaft, in der Frauen (und nur diese) permanent von Männern sexuell belästigt werden. Jede zweite Frau habe bereits sexuell übergriffiges Verhalten erlebt, und die Initiatorin der #Aufschrei-Kampagne, Anne Wicorek, behauptet sinngemäß, dass "viele" (also nicht alle) Frauen allein dadurch Widerstand leisten würden, einfach indem sie vor die Tür gehen und sich nicht zu Hause einbuddeln. Wir leben also in einer Kultur der sexuellen Belästigung, eine "Rape-Culture" eben, in welcher Frauen ständig unerwünschte Anmachen erfahren müssten.

Demgegenüber steht ein ganz anderer Sachverhalt: Nämlich das Phänomen der "Ansprechangst", welches Männer verspüren, die den Entschluss gefasst haben, attraktive Frauen, denen sie begegnen, "einfach" anzusprechen. Wobei der Begriff es nicht ganz trifft, denn Angst besteht ja nicht vor dem Ansprechen sondern vor einer potentiell verletzenden Reaktion der Angesprochenen. Damit will ich auf keinem Fall in Abrede stellen, dass es Männer gibt - Angetrunkene, Assis oder Machos zum Beispiel - die sich auf unangenehme Weise Frauen nähern - eben sexuell belästigen.

Dennoch finde ich es bezeichnend, dass das Problem etwa in PickUp-Foren nicht darauf lautet, dass man sich unangemessen nähert, woran gearbeitet werden müsste, sondern dass man gar nicht erst den Mut hat, sich der Frau überhaupt zu nähern. "Wie überwinde ich die Ansprechangst?" ist ein Thema, das in PickUp-Foren rauf und runter diskutiert wird. Zur Lösung dieses Problems gibt es viele Ratschläge, aber leider keine Patentlösung. Empfohlen werden Affirmationen, Selbsthypnose, verschiedene Techniken, wie etwa die "3-Sekunden-Regel" oder auch - im Ernst! - Psychotherapie (privat gezahlt). In den PickUp-Foren finden sich unzählige "Tastaturhelden" - das sind Männer, die zwar spitze in der Theorie sind, aber aufgrund der Ansprechangst noch kein einziges Mal eine Frau angesprochen haben.

Die Frage ist jetzt, welche Beobachtung oder Anklage stimmt nun? Ist es so, dass "die Männer" ständig sexuell belästigen würden, oder ist nicht eher doch so, dass die Ansprechangst dominiert?

Ich denke, dass letzteres stimmt. Und dass viele Frauen - um die oder mehr als 50%  - sexuelle Belästigung erleben, überzeugt mich nicht. Denn wenn man einfach mal bedenkt, mit wievielen Menschen man im Leben Kontakt hat, in Interaktion tritt, müsste in einer "Rape-Culture" 100% (!) der Frauen sexuelle Belästigung erleben - und zwar nicht nur "mal" sondern ständig und immer wieder. Die Studien, die eine angebliche Kultur der sexuellen Belästigung belegen sollen, beweisen stattdessen, dass sich die meisten Männer zu benehmen wissen.

Auf der anderen Seite: Wie oft wird man denn Zeuge von sexueller Belästigung? Nehmen wir an, eine Frau ist im Sommer mit Minirock und tiefausgeschnittenem Dekolleté unterwegs. Jeder Mann mit einer gesunden Heterosexualität würde gerne ganz genau hinschauen, einen tiefen, langen Blick nehmen. Wenn Du aber die Männer beobachtest, wirst Du feststellen, dass die wenigsten das machen. Wenn Du sehr genau beobachtest, kannst Du - mit Glück! - vielleicht den einen oder anderen dabei erwischen, wie er einen kurzen, verstohlenen (!) Blick wirft, mehr nicht.

Das hat was mit Regulierung der männlichen Sexualität zu tun. So gut wie jeder Mann würde sich zu Tode schämen, wenn man ihn als "Spanner" oder "Lustmolch" bezeichnen würde. Beides sind vernichtende Schimpfwörter, und wir leben in einer Kultur, in der ein Mann dieser Anklage potentiell unterliegt, wenn er einfach mal so gucken würde, wie er eben "Lust" hätte - geschweige denn sein Verlangen verbalisieren also "sexuell belästigen" würde.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Frauen ihre Sexualität leben können, was bedeutet, dass sie ihre weiblichen Reize betonen können, ohne unter die Anklage zu geraten, dass sie Männer sexuell reizen also belästigen würden. Im real existierenden Matriarchat wird lediglich die männliche Sexualität reguliert und verboten. Dies führt zu Ansprechangst, die Angst vor Bestrafung der eigenen Sexualität.

Samstag, 21. Februar 2015

Feministische Argumentationsformen (2): Das unsichtbare Privileg

Über das ganze Gedöns, von wegen Männer wären privilegiert, werde ich noch einmal ausführlich dozieren; heute aber widme ich meinen Artikel einer einzigen feministischen These, nämlich:
"Du kannst deine Privilegien gar nicht wahrnehmen."
Die Logik dahinter ist, dass männliche Privilegien so selbstverständlich sind, dass ein Mann sie gar nicht mehr wahrnehmen kann. Das verhält sich ähnlich wie zu Luft, die man zwar ständig atmet, die man aber nicht weiter wahrnimmt, genauso wenig, wie man die ganze Zeit denkt: "Ich atme Luft, um am Leben zu bleiben." In diesem Sinne sind auch die männlichen Privilegien einzustufen; sie sind allgegenwärtig, sobald man in eine Interaktion mit einem Mann, äh nein, mit einer Frau tritt.

Der Kritikpunkt hieran ist, dass die konkrete Frage danach, welche Privilegien ein Mann genießt, die allein vom Geschlecht und nicht vom sozialen Status abhängig sind, niemals beantwortet wird. Mach doch spaßeshalber selbst das Experiment: Geh in ein feministisches Forum, und frage nach, welche Privilegien Du als Angehöriger des männlichen Geschlechts genießt. Du wirst feststellen, dass die Antworten äußerst unbefriedigend ausfallen werden (sofern man dir überhaupt die freie Rede gestattet), und nichts beinhalten, woraus Du auch nur einen Cent Profit schlagen könntest.

Das ist der Punkt: Luft mag zwar unsichtbar sein, aber sie ist nachweislich vorhanden, sobald man sich ihrer bewusst wird. Zum Beispiel, indem man den Atem anhaltet. Zum Beispiel, indem man schnell seine Hand bewegt, und dort dann einen Luftzug spürt. Zum Beispiel, indem ich sie auf -200 Grad abkühle, und dann eine Flüssigkeit oder Trockeneis vorfinde.

All das ist bei den angeblichen männlichen Privilegien nicht der Fall. Während Luft problemlos nachweisbar ist, und sich jeder ihrer Anwesenheit bewusst ist, sobald man darauf zu sprechen kommt, gilt dasselbe nicht für die männliche Privilegien. Das haben auch Feministen erkannt, so schreibt einer, offenbar überfordert damit, ein konkretes Privileg auch zu benennen:
Du bist privilegiert, glaub es einfach!

Donnerstag, 19. Februar 2015

Outing und kein Ende

Auf einer Party komme ich ins Gespräch mit einem Mann, der etwa in meinem Alter ist. Wir reden über dies, über das, der Alkohol fließt, und dann schließlich frage ich:

"Und, hast Du eine Freundin?"
darauf er:
"Ähm, nein, aber ich bin einer festen Beziehung."
Es dauert ein paar Sekunden, aber schließlich fällt der Groschen: Er ist schwul (und in einer festen Beziehung).

Dieses Beispiel führe ich an, um auf einen Umstand hinzuweisen, der vielen Heterosexuellen oft nicht klar ist: Nämlich das ein "Outing" keine einmalige Sache ist.

Es ist nicht damit getan, dass sich ein Homosexueller ans Herz fasst und sich vor seiner Familie und seinen Freunden "outet" - wobei das allein schon der Beweis dafür ist, das hier ein Problem vorliegt, denn warum muss man sich überhaupt "outen" und kann nicht einfach frei von der Leber weg zu seiner Orientierung stehen? "Outen" beinhaltet sowas wie ein "schreckliches" Geheimnis offenlegen, aber warum eigentlich "schrecklich"?

Hierzu ein Einschub: Ich komme ursprünglich aus der linken Szene, und dort waren Zärtlichkeiten unter Männern gern gesehen. Ich habe es ebenfalls ausprobiert, aber Sorry liebe Schwule: Es hat sich - pardon - Scheiße angefühlt. Im Gegensatz dazu steht eine Erfahrung mit einem Schwulen, der, als er dahinter kam, dass ich harmlos bin, recht zutraulich wurde. Unter anderem streichelte er mir zärtlich meinen Bart und ich mochte das. Außerdem hat er mir Komplimente gemacht, wie ich es noch nie erlebt habe; womit er mich in Verlegenheit brachte und ich ihm schließlich drohte, wegzugehen, wenn er nicht damit aufhöre (was ihn nicht abhielt). Frauen haben mir niemals solche Komplimente gemacht.

Wenn dich ein Schwuler anbaggert, dann: Freue dich! Schwule haben oft einen hoch ästhetischen Sinn (Ok, Klischee), also sag' einfach: "Vielen Dank für das Kompliment, aber weißt Du, ich bin sowas von hetero." - die Meisten werden das sofort akzeptieren.

Ich rate jedem Jüngling, sich einen schwulen Freund zuzulegen, denn Schwule haben als Außenstehende einen besonders klaren Blick auf Heterobeziehungen - wenn dich irgendein Miststück ausnutzt, dann kann dir das dein schwuler Freund wie kein anderer verklickern.

Einschub Ende

Was war das Thema? Ach ja: Outing.

Man muss sich einfach mal überlegen, dass es Familien gibt, die ihre Töchter oder Söhne verstoßen, wenn sie sich als homosexuell "outen".

Wenn selbst ein Vater oder eine Mutter ihr Kind verstößt, wenn es sich als anders "outet", wie steht es dann um andere Menschen? Eben, diese verurteilen einen noch schneller, noch einfacher; man muss sich einfach mal überlegen, dass es international in verschiedenen Ländern immer noch (tödlich) strafbar ist, homosexuell zu sein - wie bei uns bis kurzem auch noch. Der "Kriegsheld" Alan Turing, von dem manche Historiker meinen, dass er mit kriegsentscheidend gegen Nazi-Deutschland gewirkt hat, kam ins Gefängnis aufgrund seiner sexuellen Orientierung. Peinlich im Quadrat.

Ein "Outing" ist keine einmalige Sache, sondern muss immer wieder wiederholt werden. Manche Homosexuelle ziehen die Reißleine, und "outen" sich permanent, zum Beispiel indem sie die typischen Klischees bedienen. In meinem Verwandtenkreis findet sich eine Lesbe, die fünfmal männlicher als ich selbst auftritt.

Etwas komplizierter wird es, wenn eine Lesbe oder ein Schwuler ganz normal auftritt, also nicht gleich jedem wie eine Olivia Jones ihr Anderssein eindeutig auf's Auge drückt.

Alles klar


Denn was ist die Alternative? Die Alternative ist, dass man ein gigantisches Lügengebäude errichten muss, in welchem man sich selbst verleugnet, nur damit nicht rauskommt, dass man anders tickt als die Normalos. Nehmen wir obiges Beispiel, wo ich einen Schwulen frage, ob er eine Freundin hätte. Wenn er sich nicht hätte outen wollen, müsste er mich anlügen; was also ist davon zu halten wenn Homohasser behaupten, dass Homosexuelle einem ihre Sexualität aufdrängen würden? Wollen sie gern belogen werden? Und was ist eigentlich, wenn ein Hetero "Wow, ist die heiß!" sagt? Drängt der einem nicht ebenfalls seine Sexualität auf?

Jedesmal, wenn man jemanden neu kennenlernt, muss man sich erneut outen. Und jedesmal besteht dabei die Gefahr, dass das Gegenüber negativ reagiert, einen verurteilt oder angreift. Ein "Outing" ist eben keine singuläre Sache, sondern eine stets wiederkehrende; keine Begebenheit nach dem Sprichwort "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende", denn es gibt kein Ende. Das verunsichert und kann im schlimmsten Fall zu Hass gegenüber den "Normalos" führen. Ich rate Homosexuellen hier zu Nachsicht: der Mensch ist nun mal so gestrickt, dass er allem Fremden erst mal mit Misstrauen und Ablehnung begegnet, sei es, dass der "Fremde" eine andere Hautfarbe hat oder eine andere sexuelle Orientierung. "Der Mensch kann zwar tun was  er will, aber er kann nicht wollen, was er will" sagte mal ein Philosoph; diese Erkenntnis über die Unfreiheit des menschlichen Willens sollte einen versöhnlich stimmen, wenn man mal wieder beleidigt wird, weil man anders ist - was nicht heißt, dass man nicht um Toleranz werben kann. Dennoch wird es immer so sein, dass man einer Minderheit angehört, dass man anders ist.

Immer, und immer wieder.

Missbrauch von PickUp

Bei Onyx berichtet gerade eine Betroffene über eine grenzwertige Erfahrung, welche vermutlich den Tatbestand der Vergewaltigung erfüllt.

Das ist für mich Anlass, um mal ein paar Worte über PickUp zu äußern. PickUp heißt, dass man Frauen verführt und nicht überrollt; es heißt, dass man eine Frau für sich begeistert und nicht stur ohne Rücksicht auf Verluste irgendwelche "Routinen" durchzieht. PickUp - richtig verstanden - bedeutet nicht, dass man mit irgendwelchen "Techniken" wie z.B. NLP-Psycho-Manipulationen ans Ziel kommt, es bedeutet, dass man eine Persönlichkeit entwickelt, die auf Frauen attraktiv wirkt. Wenn man eine Frau erfolgreich verführt, geht sie auch gerne mit einem Bett, ohne dass man zu Psychotricks wie dieses unsägliche "Freeze-Out" greifen muss, oder sich gar so eine Schweinerei leistet, wie sie von Stella beschrieben wird.

Diese - pardon - Arschlöcher kotzen mich an. Nicht nur, weil ein solches Verhalten inakzeptabel ist und psychische Schäden anrichtet, sondern auch, weil damit PickUp in Verruf kommt. Da spricht man eine Frau an und muss sich auf einmal rechtfertigen, weil man in eine bestimmte Schublade gesteckt wird.

PickUp bedeutet vor allem auch: Ehrlichkeit. Ich kann mich zum Beispiel erinnern, wo ich ihr vor dem ersten Sex klar gesagt habe, dass ich nicht in sie verliebt bin. Für mich war es eine Nur-Sex-Beziehung, für sie war es mehr, weshalb sie sich die Hoffnung machte, dass ich im Laufe der Beziehung doch noch Gefühle für sie entwickle - das schmerzhafte Ende kann sich jeder ausmalen. Heute nehme ich Abstand von Nur-Sex-Beziehungen, weil ich der Meinung bin, dass das nicht funktionieren kann, weil früher oder später eben doch Gefühle ins Spiel kommen. Ich habe mal Liebeskummer erlebt, der mich beinahe in den Suizid getrieben hat, da ich darüber verzweifelt bin, dass ich nun ein Leben ohne sie führen müsste; aus diesem Grund nehme ich es nicht auf die leichte Schulter wenn eine Frau Gefühle für mich entwickelt, ich diese aber nicht erwidere.

Ehrlichkeit bedeutet, dass man klar kommuniziert, was man will. Willst Du nur Sex, dann sage das auch, und wenn sie dafür nicht zu haben ist, dann ist das zu respektieren, dann nextet man halt. Wenn Du sie heiraten und 1.000 Babys von ihr willst, dann kommuniziere das. Oder der Mittelweg: Eine ganz normale Beziehung, bei der nicht festgelegt ist, wie sie sich entwickelt oder nicht, und wenn Du eine offene Beziehung willst, dann - na, was? - eben: sag es von Anfang an.

Wer Verführungskunst beherrscht, wer über eine attraktive, starke Persönlichkeit verfügt, muss weder manipulieren noch körperliche oder nicht-körperliche Gewalt anwenden.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Feministische Argumentationsformen (1): "Sexobjekt"

Eine häufige Anklage gegen das "Patriarchat" bzw. die Männer ist, dass Frauen zu "Sexobjekten reduziert" würden.
Das Vertrackte an der Sache ist, dass FeministInnen damit zumindest teilweise Recht haben. Im selben Augenblick, indem ich eine Frau sexuell begehre, ist sie "Objekt" meiner Begierde, also ein "Sexobjekt". Weil dies zutrifft, fällt es einem so schwer, sich gegen die entsprechende, feministische These zu wehren.

Der erste Punkt an der Sache ist die Frage danach, was daran eigentlich schlecht sein soll. Nun: Alles, folgt man FeministInnen. Zumindest der sexnegativen FeministInnen. Wenn Du in verschiedenen feministischen Blogs recherchierst, wirst Du schnell feststellen, dass "Sex" stets im negativen Kontext gehandelt wird. Es wird nicht darüber geschrieben, wie lustvoll es sein kann, Sex mit einem Mann zu haben, sondern in der Regel über die Unfälle in Sachen Sexualität: Sexuelle Belästigung und Gewalt, also Vergewaltigung. Oder wie es mal ein Maskulist ausdrückte: Feministinnen denken beim Stichwort "Sex" nicht an das Kamasutra, sondern an Vergewaltigung.

Der zweite Punkt ist, dass Frauen als "Sexobjekte" durchaus akzeptiert werden. Zum Beispiel wenn eine Frau Werbung für Unterwäsche macht oder für feministische Politik demonstriert:

"Sex sells" ist nur im richtigen Kontext erlaubt
Der Punkt ist nur, sowohl das Unterwäsche-Modell als auch die Femen-Aktivistin verkauft Sex, bzw. macht damit Werbung, ist also ein "Sexobjekt". Ich persönlich kann mir gut vorstellen, dass sich so mancher Mann auf eine Oben-Ohne-Aktivistin einen von der Palme gewedelt hat :-)

Und damit kommen wir zum dritten Punkt: Nämlich die Eigenschaft des weiblichen Geschlechts, sich selbst zum "Sexobjekt" zu machen. Sorry, aber die Eigenarten der männlichen Sexualität sind allgemein bekannt: Jede Frau, die mit tiefausgeschnittenem Dekolleté unterwegs ist, weiß ganz genau, was sie macht. Dazu behaupten FeministInnen, dass sich "frau" eher für sich selbst und nicht für Männer rausputzen würde; wozu Frau Birgit Kelle spöttisch anmerkte, dass es ja auch so oft vorkomme, dass sich frau stundenlang vor dem Spiegel zurecht machen würde, um anschließend allein einen Videoabend zu verbringen. Aber sicher doch!

Oben schrieb ich, dass sich FeministInnen in Sachen "Sex" auf "sexuelle Gewalt" konzentrieren. Und damit ist es natürlich eine ungeheuerlich schlechte Sache, ein "Sexobjekt" zu sein. Sexualität - besonders die männliche - wird nicht als etwas Positives, Zärtliches, Wundervolles, Lebensspendendes begriffen, sonder als etwas Gewaltvolles. Die ganze feministische Debatte über "sexuelle Belästigung" ist der beste Beweis hierfür.

Nur: Ist das berechtigt?

Ich persönlich bin kein Anhänger der These, dass Feministinnen automatisch hässlich sein müssten. Attraktive Feministinnen wie Thea Dorn oder Anne Wicorek sind Gegenbeispiele dazu. Auf der anderen Seite ist es oft doch so, wie ein Maskulist beobachtete: "Die Anklage, dass Frauen als Sexobjekte gesehen würden, kommt in der Regel von Frauen, die nicht das geringste Potential zum Sexobjekt mitbringen".

Nehmen wir an, es würde eine Anklage geführt werden, gegen Menschen, die nicht sexuell begehren, sondern: lieben. Dass der Liebende sein "Liebesobjekt" eben dazu reduzieren würde. Denn das Vertrackte an dieser Anklage wäre, dass sie (teilweise) zuträfe: Wenn ich einen Menschen liebe, ist dieser Mensch mein "Liebesobjekt". Warum aber erfolgt keine solche Anklage gegen alle Liebenden?

Ganz einfach: Der Ankläger wäre sofort als jemand entlarvt, der Liebe nicht nur geringschätzt, sondern sogar verteufelt. Damit aber stände er allein auf weiter Flur. Die Liebe ist unserer Kultur nämlich hochgeschätzt, nicht nur in unzähligen Pop-Songs immer wieder besungen, sondern auch das Leitmotiv in genauso vielen Romanen, Stücken und Überlieferungen. Die Liebe wird wertgeschätzt, sexuelles Begehren hingegen gering, und da können FeministInnen anknüpfen: Schon in der "heiligen" Geschichte über Mariä Empfängnis ist davon die Rede, dass es sich um eine "unbefleckte" Empfängnis handelte, womit "irdischer" Sex zu etwas Schmutzigen wird, was eben "befleckt", also beschmutzt; daran anschließend gilt im Christentum "Wollust" als eine - nicht geringer! - "Todsünde". Sprich: FeministInnen führen genau das fort, was ihre Erzfeinde predigen!

Also: Männer, die Frauen begehren, machen diese zum "Sexobjekt". Nur, ist das was schlechtes? Weiterhelfen kann eine Szene aus der Serie "Die Simpsons". In der gemeinten Folge trennt sich Marge von Homer, um sich einem feministisch-inspirierten Professor zuzuwenden. Homer schickt Marge einen Brief:
"I miss you"
 Der feministische Professor "dekonstruiert" daraufhin diese kurze Nachricht (sinngemäß):
"In diesem Text bist Du das Objekt, er macht dich zu seinem Objekt!"
 Womit er Recht hat - aber hat er Recht?

Montag, 16. Februar 2015

Definitionsmacht im Bereich "Sexuelle Belästigung"

"Definitionsmacht" ist im Feminismus ein (übles) Thema für sich, ich werde darauf noch mal eingehen. Hier soll es allein um die Definitionsmacht im Bereich "Sexuelle Belästigung" gehen, wie sie im folgenden feministischen Slogan festgeschrieben wird:
"Sexuelle Belästigung ist, was das Opfer als sexuelle Belästigung empfindet"
Das heißt, nicht die Handlung sondern eben das Empfinden des "Opfers", also der Frau bestimmt darüber, ob die Handlung strafwürdig ist oder nicht. Das bedeutet, ein- und dieselbe Handlung ist mal strafwürdig, mal nicht. Ein- und derselbe Anmachspruch ist, je nach Absender und Adressatin mal sexuelle Belästigung, mal nicht. Wenn ein George Clooney was sagt, ist das anders zu werten als wenn es ein Niemand äußert. Hat sie gerade gute Laune, oder ist sexuell aufgeschlossen, geht eine Anmache in Ordnung; verhält es sich anders, kann sie den "Rüpel" wegen sexueller Belästigung verklagen. Damit hält Willkür in die Gesellschaft Einzug - für einen Rechtsstaat untragbar, aber ein Rechtsstaat ist nach der Meinung prominenter Feministinnen sowieso nur der "Rotz weißer Männer" - zumindest dann, wenn er auch mal Männern nützt.

Da Feministinnen sehr mächtig sind, hat das Folgen. In den USA etwa konnten mehrere blöde Kühe Millionenbeträge wegen sexueller Belästigung erklagen. Da lohnt es sich doch, Feministin zu sein.
Warren Farrell: "Mythos Männermacht"
Wer jetzt glaubt, dass diese blöden Kühe einen großartigen Sieg für Frauen errungen haben, der irrt. Es ist so, dass ein erheblicher Anteil - um ein Drittel - der Eheschließungen auf Kennenlernen am Arbeitsplatz zurückzuführen ist. In den USA ist es aber inzwischen so, dass bei vielen Konzernen die Beziehungen von Angestellten untereinander verboten sind. Auf diese Weise wollen sich die Unternehmen vor Millionenklagen schützen - ich persönlich bezweifle, dass Frauen damit glücklich sind, und ist desweiteren ein gutes Beispiel dafür, wie Feministinnen die Geschlechterbeziehung vergiften.

Diese Definitionsmacht bringt aber auch ein Problem für Feministinnen mit sich: Nämlich wenn eine andere Frau anderer Meinung ist, also anders definiert. Diese Klage ist oft zu hören: Dass viele Frauen nicht solidarisch mit den "Opfern" sind und Sätze äußern wie: "Jetzt stell dich nicht so an, war doch harmlos!". Eine Frau Birgit Kelle sieht ein - zugegebenermaßen mangelhaftes - Dirndl-Kompliment mit anderen Augen als eine Journalistin, die daraus eine nationale Skandalstory macht, und schreibt gleich ein ganzes Buch gegen den feministischen Wahn: "Dann mach doch die Bluse zu". Gut, das kann man vernächlässigen, da es eben nicht um Sicht anderer Frauen geht, die die ganze Sache lockerer betrachten, sondern allein um die Sicht des eingebildeten Opfers.

Ein weiteres Beispiel:


Hier werden akzeptable Handlungen mit inakzeptablen Handlungen in einen Topf geworfen - letztlich ist man(n) immer potentiell angeklagt, egal wie man steht, guckt oder redet: Das "Opfer" bestimmt, wann eine Handlung einen Übergriff darstellt, und wann nicht. Nur dass bestimmte, genannte Handlungen durchaus willkommen sein können, denn ein - erster Punkt der Liste - "Kommentare über das Aussehen" ist häufig ein Kompliment und wird dann auch von vielen Frauen erfreut und geschmeichelt entgegengenommen.

Gut, bevor jetzt die naheliegende Frage kommt: Bestimmte Anmachsprüche sind zwar im Club oder der Bar akzeptabel, nicht aber am Arbeitsplatz zum Beispiel. Ich traue meinen Lesern aber zu, dass sie selbst in der Lage sind, diese Unterscheidung zu treffen.

Sonntag, 15. Februar 2015

Warum Grenzüberschreitungen notwendig sind

Die feministische Anklage gegen PickUp lautet häufig, dass diese Schule lehren würde, "Grenzen zu überschreiten", also "übergriffig" wäre.

Ein gutes Beispiel hierfür liefert die Feministin Onyx, die Bezug nimmt auf einen Artikel, welcher die Unsicherheit der Männer thematisiert. Auch hier ist die Rede davon, dass "Grenzen überschritten" werden:
«Der Mann muss die Frau nehmen und in sie eindringen wollen. Das ist mit sexueller Selbstsicherheit verbunden. Es gibt aber Männer, die das aus lauter Nettigkeit nicht können. Sie befürchten, der Frau weh zu tun und Grenzen zu überschreiten.» (Hervorhebung von mir)
Dies wird von Onyx so kommentiert:
Schrecklich! Wie unmännlich, der Partnerin nicht weh tun zu wollen und ihre Grenzen zu respektieren! (Hervorhebung von mir)
Mit anderen Worten: Männer zeigen ihren Respekt dadurch, dass sie keine Grenzen überschreiten. Leuchtet erst mal sofort ein, hat aber bis zum Ende gedacht die Folge, dass Frauen und Männer überhaupt nicht mehr zusammenkommen. Denn es ist so:

Jede Annäherung bedeutet Grenzüberschreitung

Wenn ich auf eine Frau zugehe, überschreite ich automatisch Grenzen: Die 5-Meter-Grenze, die 3-Meter-Grenze und schließlich die Grenze, die auf der einen Seite "Nicht-Sprechen" und auf der anderen Seite "Sprechen" bedeutet. Auch der Zustand "Nicht-Angucken" zu "Angucken" stellt eine Grenzüberschreitung dar: das eine ist ferner, das andere näher, also eine Grenzüberschreitung. Der beste Beweis hierfür ist die hysterische Debatte über "sexuelle Belästigung", in der einige feministische Sensibelchen selbst beklagten, dass Männer gucken würden - zum Beispiel auf den Hintern.

Das heißt: wenn man PickUp betreibt muss man automatisch Grenzen überschreiten. Hier spielen zwei weitere Aspekte mit hinein: Ersten die Art, wie die Grenze überschritten wird, also zum Beispiel respektvoll oder respektlos; und zweitens die Art, wie die Grenzüberschreitung interpretiert wird.

Eine Grenzüberschreitung - also Annäherung - kann willkommen oder unwillkommen sein - was von den unterschiedlichsten Faktoren abhängt. In früheren Zeiten konnte eine Frau auf eine Annäherung mit Zustimmung oder Ablehnung reagieren. Heute kann sie ihn zusätzlich wegen sexueller Belästigung verklagen und #Aufschreien.

Als Pick-Up-Artist muss man sich halt in Empathie üben, dass heißt die Fähigkeit schulen, mit der man erkennen kann, wann eine weitere Annäherung willkommen ist, und wann nicht. Da Männer aber keine Telepathen sind, muss man das Risiko eingehen, eine Annäherung zu früh zu unternehmen.

Samstag, 14. Februar 2015

Freitag, 13. Februar 2015

Wie könnte man die Männerrechtsbewegung voranbringen?!

Die Männerrechtsbewegung hat ein Problem, denn mal ehrlich: Sorry, aber sie besteht doch nur aus kaum mehr als ein paar Internet-Schreiberlingen (zu denen ich auch zähle):

Dieses Problem betrifft nicht nur Frauenquoten, sondern eigentlich alle Themen

Ich war mal auf einer Väterrechts-Demo und abermals: Sorry, aber die Teilnehmer konnte man an vier Händen abzählen.

Das Faszinierende hieran ist, dass Fairness für Männer aus meiner Sicht mehrheitsfähig wäre. In der Community von Telepolis.de etwa erleiden Feministinnen ein wahres Armageddon. Auch wenn man bei "ZEIT-Online" zum Geschlechterthema vorbeischaut, zeigt sich, dass antifeministische Positionen von den Lesern am meisten honoriert werden und ähnlich sieht es bei FAZ.net aus. Ein weiteres Beispiel etwa liefert Amazon.de, man schaue sich einfach mal die Rezensionen zu "Weil ein Aufschrei nicht reicht" einer Feministin an, und wie die Rezensionen bewertet werden.

Tatsächlich können sich FeministInnen nur dort behaupten, wo die Redaktionen ihre feministische, politische Agenda auch aggressiv in der Community, unter den Kommentatoren durchsetzen, wie zum Beispiel bei taz.de oder freitag.de. Es besteht ein gravierender Unterschied zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung. Da die Politik häufig der veröffentlichten Meinung folgt, ergibt sich hier ein Problem. Sprich, die meisten Journalisten schreiben im Grunde gegen ihre Leser an, im letzten Jahr erregte etwa die Meldung Aufsehen, dass verschiedene Medien die Meinungsfreiheit ihre Leser beschnitten, indem sie die Foren schlossen oder auslagerten, wie z.B. sueddeutsche.de. Spiegel-Online weiß schon, wann sie unter ihren Lesern auf Widerspruch stoßen wird, weshalb unter entsprechenden Artikeln die Möglichkeit zu kommentieren gleich gesperrt ist. Deswegen halte ich es auch für aussichtslos, mit Leserbriefen zu arbeiten; denn wenn Lesermeinung ernstgenommen würden, dann würden auch Online-Kommentare eine entsprechende Wirkung entfalten.

Die meisten Menschen - auch Frauen - sind durchaus auch für Fairness gegenüber Männern, nur: Wo sollten sie ihr Kreuz bei der Wahl machen? Es ist doch so, dass wenn man heutzutage wählt, automatisch Feminismus mitwählt, es sei denn man bevorzugt die NPD oder eine Minderheiten-Partei, die dann in der Tagesschau-Analyse unter "Sonstige" geführt wird.

Damit wären wir bei der Politik. Man könnte eine Parteimitgliedschaft erwerben und dann politisch tätig werden. Das halte ich für wenig aussichtsreich. Denn wahrscheinlich wird man aussortiert, sobald man die falsche Meinung äußert. Eine andere Möglichkeit wäre, die für einen zuständigen Abgeordneten persönlich anzuschreiben.

Für nachhaltiger halte ich Spenden, zum Beispiel für den Väteraufbruch oder MANNdat. Eine Spende sollte langfristig angelegt sein, das heißt etwa 5€ im Monat per Dauerauftrag - das kann sich nahezu jeder leisten und tut nicht weh. Wenn viele regelmäßig spenden, ist das besser als wenn einer einmal einen hohen Betrag spendet.

Viel mehr fällt mir nicht ein. Wenn Du Ideen hast, wie man die Männersache voranbringen könnte, dann schreib sie bitte im Kommentarbereich auf.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Sex auf Feministisch: "Konsens-Prinzip"

Die Sexualität den Feministinnen zu überlassen ist wie seinen Hund, wenn man in Urlaub fährt, dem Tierpräparator anzuvertrauen.”(Camille Paglia)
In diesem Artikel soll es nur um das sogenannte "Konsens-Prinzip" gehen. Das allerdings ist kompliziert, denn das sog. "Konsens-Prinzip" fügt sich nahtlos ein in andere feministische Theoreme, wie etwa die "Rape-Culture", die "Definitionsmacht" oder "Sexuelle Belästigung", welche in der "Rape-Culture" als Vorstufe zur Vergewaltigung betrachtet wird. Wenn ich also die feministische Forderung nach dem sogenannten "Konsens-Prinzip" zurückweisen will, müsste ich eigentlich auch gegen alle anderen genannten Prinzipien argumentieren - das mache ich hier nicht.

Was ist das feministische "Konsensprinzip"? Es dient dem Schutz von Frauen, die nicht in der Lage sind, ihren Willen auszudrücken und mit der männlichen Sexualität überfordert sind. Das sogenannte "Konsens-Prinzip" schreibt vor, dass man jede sexuelle Handlung vorher anzufragen hätte, und erst, wenn sie entsprechend genehmigt wurde, auszuführen sei.

Die schärfste Variante hierbei verlangt, dass ich jede sexuelle Handlung genausten zu beschreiben habe, und die Passive (in der Regel die Frau) diese auch zu bejahen habe. Ein einfaches "Willst Du mit mir schlafen?" reicht wohlgemerkt nicht. Die Frage muss zum Beispiel lauten:

"Darf ich deine Brüste streicheln?"

Woraufhin die korrekte Antwort lautet, die die Handlung genauso benennen muss:

"Ja, Du darfst meine Brüste streicheln."

 Auf diese Weise muss jeder Schritt im Sexspiel benannt werden, bis hin zu: "Darf ich meinen Penis in deine Vagina einführen?". Wer jetzt glaubt, dass diese Vorschrift allein im - pardon - kranken Gehirn von Feministinnen existiert, den muss ich eines besseren belehren: An verschiedenen Universitäten der USA ist diese Regelung bereits vorgeschrieben. Wer dagegen verstößt, gilt als Vergewaltiger.

Für den Fall, dass nicht gefragt wurde, ist gleich die Vergewaltigungshotline angefügt

Die feministische Perfidie hierbei liegt schon allein in der Benennung: "Konsens". Durch diese Benennung wird unterstellt, dass nonverbaler Sex keinem Konsens entsprechen könne, also dass die von der Mehrheit der Bevölkerung praktizierte Sexualität Missbrauch oder Vergewaltigung entspräche. Würden es Feministinnen ehrlich meinen, würden sie vom "Aussprech-" oder "Verbalisierungs-Prinzip" sprechen - was ich im Folgendem tun werde.

Wie jeder halbwegs einfühlsame Mensch erkennen kann, geht durch dieses Prinzip jede Leidenschaft und Spontanität verloren.

Ich lese regelmäßig auch in feministischen Publikationen mit, u.a. "Cosmopolitan". Dort fand ich einmal einen Artikel, in welchem die Autorin ein Loblied auf leidenschaftlichen, überschwenglichen Sex schrieb, und dabei unter anderem darauf zu sprechen kam, wie heiß es doch sei, wenn er ihr die Kleider vom Leib reißt (allerdings nicht, wenn sie gerade ein teures Designer-Kostüm trägt). Wie lässt sich solches mit dem Verbalisierungs-Prinzip vereinbaren?

Nun, so:

"Darf ich dir die Kleider vom Leib reißen?"

Sie:

"Ja, Du darfst mir die Kleider vom Leib reißen."

Leidenschaft? Romantik? Spontanität? Urteilen Sie selbst.

Tatsächlich ist es so, dass vermutlich keine einzige berühmte Sex-Szene aus Hollywood-Blockbustern dem Konsens-Prinzip entspricht - ganz im Gegenteil, man denke nur an solche Megaseller wie etwa "50 Shades of Grey".

Ein weiteres Beispiel: Eine meine Ex-Freundinnen hatte die Angewohnheit, mir in der Öffentlichkeit in den Schritt zu greifen, in einem Raum also, wo ich nicht so konnte, wie ich gern wollte. Auf diese Weise heizte sie mir ein, wie ich es selten erlebt habe. Streng genommen - nach feministischer Anschauung - war sie übergriffig, denn korrekt hätte es so ablaufen müssen:

Sie: "Darf ich dir in den Schritt greifen und deine Genitalien stimulieren?"

Ich: "Ja, Du darfst mir in den Schritt greifen und meine Genitalien stimulieren."

Auch hier: Erotik? Null.

Der Forderung nach dem Verbalisierungsprinzip liegt ein fatales Geschlechterbild zugrunde: Nämlich dem Bild der schwachen Frau, deren Sexualität der einer 11-Jährigen entspricht; sowie das Bild des Mannes als ein Unhold, der keine Regeln und Grenzen kennt, und über einem (einer) herfällt: der "potentielle Vergewaltiger" eben, der durch ein strenges Reglement gebändigt werden muss.

Betrachten wir die weibliche Seite: Feministinnen sprechen gerne von "Alpha-Mädchen", "Powerfrauen", "F-Klasse" oder: "Grrrls". Letzteres ist eine Ableitung von "Girl", wobei die vielen "R"s das "Knurren" für Mädchen zurückbringen soll, also ihre Kampfkraft, Selbstbewusstsein und Gefährlichkeit unterstreichen soll.

Auf der anderen Seite aber werden Frauen wie kleine Kinder betrachtet, die mit der männlichen Sexualität heillos überfordert sind, weshalb man Männer einem strengen Regelwerk unterwerfen muss, um ja nicht übergriffig zu sein. Man traut der Frau nicht zu, dass sie einer sexuellen, nonverbalen Annäherung des Mannes souverän begegnen könne, entweder ablehnend oder zustimmend.

Diese feministische Hysterie führte unlängst zu Parodien, wie dass man zum Beispiel mit Anwälten ins Bett geht, um den Geschlechtsakt juristisch einwandfrei zu machen (englisch):


Das Traurige an der Sache ist, dass die Realität längst die Satire überholt hat. So gibt es tatsächlich ernstgemeinte (!) Vorschläge - von Männerrechtsseite - den Koitus per Vertrag zu regeln - zum Schutz der Männer vor Falschbeschuldigung. Sex, notariell beglaubigt, so romantisch wie ein Ehevertrag.

Hierbei zeigt sich deutlich der totalitäre Trend des Feminismus, er will in jedem Bereich wirken, nicht nur in der Sexualität sondern auch - kein Scherz - zum Beispiel in der Mathematik. In dem Augenblick, in welchem sich eine dritte Partei in eure Sexualität einmischt, sollten eigentlich sämtliche Alarmglocken schrillen; aber wenn's "für Frauen" ist, wird es halt durchgewunken.

Wer sich jetzt zurücklehnt und denkt, das geht ihn alles nichts an, dem muss ich sagen, dass Feministinnen sehr erfolgreich darin sind, ihre Politik durchzusetzen (welcher Politiker traut sich schon, etwas gegen "Frauenrechte" zu sagen?). Nicht nur an US-Colleges sondern auch in der gesamtgesellschaftlichen Rechtssprechung, werden feministische Gesetze durchgedrückt. Und dieser Trend erreicht inzwischen auch Europa.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Von Frauen für Menschen

Frauen, die sich für Männer stark machen:

- Christine Bauer-Jelinek: Der falsche Feind, Schuld sind nicht die Männer (Leseprobe)

- Esther Vilar: Der dressierte Mann (Interview)


- Dr. Karin Jäckel: Der gebrauchte Mann (Website)

"Kein weiteres Monster" (Update: Meldung vermutlich ein Fake)

(Update: Meldung vermutlich ein Fake, Genderama berichtet. Ich muss sagen, dass ich tierisch sauer bin. Damit erweist man der Feminismuskritik nur einen Bärendienst)

Blick (via) berichtet:
Als Lana im fünften Monat erfährt, dass sie ein Baby in sich trägt, das irgendwann zu einem Mann heranwachsen wird, lässt die Frauenrechtlerin abtreiben. Ihre Begründung: «Ich konnte nicht noch ein weiteres Monster in die Welt setzen.»
Das Bemerkenswerte hieran ist nicht nur, dass der feministische Männerhass hier einen neuen Höhepunkt gefunden hat, sondern auch, dass diese Frauenrechtlerin - inzwischen Mutter einer Tochter, für die sie nur das Beste will - offenbar kein Problem damit hat, das Motiv ihrer Tat öffentlich zu machen. Wenn man davon ausgeht, dass nicht jede Frau, die einen Jungen abtreibt, eben weil er ein Junge ist, so "offenherzig" darüber spricht, dann dürfte geschlechtsspezifische Abtreibung kein Einzelfall sein.

Feministischer Hass schließt auch Kinder und Ungeborene ein

Dienstag, 10. Februar 2015

Prostitution - Was wäre wenn...?

Männer sind immer die Bösen. Egal, welchen Bereich der Gesellschaft man sich anschaut, immer sind es die Männer, die ruchlos und unmoralisch handeln. Wenn beispielsweise ein junger Mann - sensibel und in seiner Freizeit Liebesgedichte schreibend - durch ein sexistisches Gesetz in den Kriegsdienst gepresst wird; wenn ihm abverlangt wird, seine seelische und körperliche Unversehrtheit auf's Spiel zu setzen: Dann "führt" er Krieg, ist ein Täter, ein "Mörder" - wie gerade die Feministin am Besten weiß. Was wäre, wenn wir hier keinen jungen Mann, sondern eine junge Frau hätten: würde eine Alice Schwarzer dann auch ein flammende Anklageschrift gegen sie schreiben? Wohl kaum.

Ähnlich sieht es im Bereich der Prostitution aus. Gerade wurde ein neues Gesetz verabschiedet, und dabei wurde eine der wichtigsten Forderungen der Männerhasserinnen nicht erfüllt, nämlich alle Freier samt und sonders zu kriminalisieren. Radikalfeministinnen kommen deshalb aus dem Erbrechen kaum noch hinaus.

Was wäre, wenn...

Da Männer immer die Bösen sind, stellt sich die interessante Frage, was eigentlich wäre, wenn in einer fiktiven Gesellschaft die Mehrheit der Sexanbieter Männer, und die Käufer Frauen wären.

In dem Fall wäre das Verhältnis von Gut und Böse getauscht. Es gäbe keine Bestrebungen, die Freierinnen zu kriminalisieren, zu bestrafen, sondern eben die männlichen Sexarbeiter. Man könnte in der Zeitung lesen - in der "Bild", Autorin: Alice Schwarzer -, dass wir in einer zutiefst frauenfeindlichen Gesellschaft leben würden (natürlich! wie immer!), was gerade das Sexgewerbe am besten zeige. Eine lieblose Gesellschaft, in der die tiefsitzenden und berechtigten Bedürfnisse von Frauen nach intimer Nähe nicht zu erfüllen seien. Wo solche Frauen von skrupellosen Anbietern einer vorgetäuschten Illusion von Menschlichkeit über den Tisch gezogen würden. Es würde die Frage gestellt werden, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, in der Frauen ihre Sehnsucht nicht auf andere Weise befriedigen könnten, als Geld auf den Tisch zu legen. Eine gegenüber Frauen zutiefst kalte Gesellschaft, in welcher Unholde mit dieser Kälte Profit machen könnten, ein "Patriarchat" eben, in welchem Männer ein Monopol auf Nähe, Sexualität und Intimität besäßen, und damit zu Wucherpreisen auf einem brutalen, die Frauen erniedrigenden Markt Gewinne erwirtschaften würden. Wetten, dass...?!

Montag, 9. Februar 2015

Seltener Fall einer Kuckucksmutter

Gegen Kuckucksväter wird gerne die ganze große Moralkeule geschwungen: Die Biologie sei doch unwichtig, es käme auf die soziale Vaterschaft an; beispielhaft hierzu:
Es scheint ganz so, als spielen Gene und Geld eine größere Rolle als Liebe und Verantwortung für das Kind, das selber ja vollkommen unschuldig ist. Für die Kinder ist das in jedem Fall fatal. Sie verlieren von einem Tag zum anderen ihren Vater. Und der leibliche ist ja sowieso nicht da.
Jetzt gibt es bekanntlich nichts, was es nicht gibt, und so berichtet die "Huffington Post" über im Krankenhaus vertauschte Kinder, was zur Folge hatte, dass die Mutter nicht die biologische ist. Über diesen seelischen Schmerz verklagt man jetzt die Klinik:
Sie verlangen über zwölf Millionen Euro Schadensersatz.
Hier findet man den vollständigen Artikel.

Sonntag, 8. Februar 2015

Kemper: "Die Maskulisten"

Ich bewundere jene Menschen, die in der Lage sind, Schriften und Theorien, durch welche sie angefeindet werden, nüchtern und sachlich zu erörtern, darauf einzugehen und zu diskutieren. Ich denke, dazu gehört eine wirklich stabile Persönlichkeit, um nicht in Hass- und Gewaltfantasien auszubrechen, welche dann auf "hatr.org" veröffentlicht werden.

Derzeit lese ich:
von einem Feministen, Andreas Kemper (Hg.)

Im Klappentext zu diesem Buch - in welchem seriöse und unseriöse Feminismuskritiker in eine Schublade gesteckt werden - heißt es, dass hier "aktuelle Forschungsergebnisse zum Maskulismus" vereint werden würden. "Forschungsergebnisse" also - das suggeriert wissenschaftliche Seriösität. Und wenn man dann ins Inhaltsverzeichnis guckt, dann hat man sie (fast) alle beisammen: Thomas Gesterkamp, Isolde Aigner, Hinrich Rosenbrock und Robert Claus - mit anderen Worten: Von wissenschaftlicher Seriösität kann hier mit keiner Silbe die Rede sein, der einzige Grund, warum hier von "Wissenschaft" die Rede ist, ist, dass FeministInnen sowohl in den Medien als auch in den Geisteswissenschaften die Meinungshoheit innehaben, sie sich also nicht weiter drum scheren müssen, wenn ihre Thesen als unwissenschaftlich zerpflückt werden - erfährt ja doch keiner was davon.

Gleich zu Beginn schreibt Kemper in diesem Buch, er sei durch den Artikel "Maskulismus" in der Wikipedia irritiert worden. Er fantasiert eine Dominanz von Feminismus-Kritikern in dieser Online-Enzyklopädie. Als aber der Artikel "Maskulismus" noch existierte - inzwischen wurde er von Feministinnen, die dort die Macht innehaben, gelöscht - wurde dort nur gesagt, dass nach Ansicht von Maskulisten Männer, die Notlagen ausgesetzt seien, diese - genau wie Frauen - ein Recht auf Unterstützung hätten und nannte anschließend ein paar Beispiele für solche Notlagen. Das alles war in den Augen Kempers: "Propaganda", gegen die er - sehr erfolgreich! - vorging.

Im gesamten Buch vermeidet es man sorgfältig, auf die wichtigsten Fürsprecher von Männern einzugehen. Jene Männerrechtler, die mit ihrem guten Namen für ihre Sache einstehen, werden geschnitten; viel lieber zitiert man ausführlich anonyme Pöbler, bevorzugt aus dem rechten Rand des Maskulismus, um dann triumphierend zu folgern: "Die sind alle rechts!!!" (wenn nicht Nazis oder Breiviks).

Ein gutes Beispiel hierfür liefert Jörg Rupp über Arne Hoffmann: Auf Seite 25-26 schreibt Rupp über den Männerrechtler, an dem keiner vorbei kann, der über die deutsche Männerbewegung dozieren will:
Seine schärfste Knrikerin, Maya Bruss, zu widerlegen, gelang ihm nie. Das Trauma sitzt so tief, dass er sie bis heute als »Internetfeministin« erwähnen muss...
Es fehlt jede Quellenangabe, und das muss verwundern. Wenn hier eine solch kompetente Kritik vorgetragen wurde, warum führt man diese nicht an oder nennt zumindest eine Quelle? Machen Sie doch mal den Test, und suchen spaßeshalber nach "Maya Bruss & Arne Hoffmann". Nix und Null.

Weiter heißt es:
Dabei belegt  er die von ihm zitierten Studien praktisch nie,...
Dieser Satz ist an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten; "zitierte Studien" sind die Belege und nicht zu belegen - inwiefern soll man eine Studie, die man als Beleg anführt, noch mal selbst belegen?

Weiterhin heißt es dann schließlich mit einem Pseudozitat:
[Arne Hoffmann]... zieht dabei andere, ihm missliebige Studien ins Lächerliche: »Auch mir einer
Bemerkung wie >Deine Frisur sitze aber heute nicht sonderlich gut< könnten
Männer Frauen zielsicher am Boden zerstören.«
Der Spott, den er auch bei
Debatten um Frauenbibliotheken, die es ihm besonders angetan hatten, fort-
setzte, waren und sind für ihn [Arne Hoffmann] wichtiges Mittel der Auseinandersetzung.
 Auch hier fehlt jede Quellenangabe. Allerdings liegt mir das Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" als E-Book vor. Also gebe ich einfach mal "Frisur" in die Suchmaske ein, und: Treffer!

Der vollständige Absatz, aus welchem das Zitat aus dem Kontext herausgerissen wurde, lautet:
Eine auch in anderen Bereichen (nämlich Belästigung und Vergewaltigung)
beliebte Technik, um höhere Zahlen weiblicher Opfer zu erhalten, ist, leichte
und schwere Fälle in ziemlich dreister Weise zusammenzuschmeißen. In
einer Telefonumfrage etwa gaben 34 Prozent aller Frauen an, dass ihr Partner
sie im Verlauf der letzten Monate beschimpft hatte oder dass er eine Auseinandersetzung
beendet hatte, indem er wütend aus dem Raum gestürmt
wäre. Zwei Prozent der Befragten wurden körperlich angegriffen. Es gab auch
Frauen, die regelrecht zusammengeschlagen, gewürgt oder mit einer Waffe
bedroht wurden, aber diese Zahl bewegte sich im Promillebereich. Mit einer
eleganten Formulierung kann man solche Auskünfte leicht zu einem nationalen
Skandal hochpuschen, etwa indem man zusammenfasst: Ȇber 34 Prozent
aller Frauen wurden Opfer häuslicher Gewalt. Zum Beispiel werden sie
gewürgt, zusammengeschlagen oder mit einer Waffe bedroht...« Rein formal
ist diese Darstellung richtig, von der Aussagewirkung her aber die reinste
Gräuelpropaganda. Auch Constanze Elsner führt in einer Checkliste, anhand derer Leserinnen ihre eigene Situation einschätzen sollen, folgende
Punkte als Zeichen häuslicher Gewalt an: »Er kritisierte Sie«; »Er warf
Ihnen böse, wütende Blicke zu«; »Er beendete eine Diskussion mit Ihnen, indem
er einfach eine Entscheidung fällte.« Auch mit einer Bemerkung wie
»Deine Frisur sitzt aber heute nicht sonderlich gut« könnten Männer Frauen
zielsicher am Boden zerstören. Diese Ausweitung des Gewaltbegriffes
ist mehr als der ideologische Amoklauf einer einzelnen Autorin, sie
ist offizielle Politik unserer Bundesregierung. »Gewalt gegen Frauen ist das,
was Frauen als Gewalt empfinden«, verkündet Ministerin Bergmanns Broschüre
»Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter«. Schon die abfällige Bemerkung
eines Ehemanns auf einer Party wird dort als Gewalt interpretiert.
 Das ist also die Qualität der Argumente von Antimaskulisten. Die Frage ist, ob diese Demagogie aufgeht. Bei manchen sicherlich, bei anderen nicht. So schreibt eine Rezensentin bei Amazon, die etwas über diese "Maskulisten" erfahren wollte, sichtlich enttäuscht, wenn nicht erbost:
Man hat sich weniger um eine objektive Auseinandersetzung mit diesen Leuten bemüht (also eine umfassenden Analyse deren Positionen – und zwar sowohl pro als auch contra), als vielmehr gezielt nach Dingen gesucht, die die offensichtlich bereits vorhandene, grundlegende Ablehnung dieser Ansichten untermauern.

Samstag, 7. Februar 2015

Zensiert! (3)

Ich habe ein neues Blog eingerichtet, welches keinem anderem Zweck dient, als zensierte Beiträge zu sammeln:

http://mannfrauzensiert.blogspot.de/

Also dann: Jetzt liegt es an euch.

Freitag, 6. Februar 2015

Zensiert! (2)

Ein weiterer zensierter Beitrag zu dem genannten Artikel in "The European":
Mir als Vater hilft kein Feminismus weiter – im Gegenteil. Rein rechtlich hat sich meine Situation dank Feministinnen wie Edith Schwab & Co eher verschlechtert.
Meine familiäre Situation ist aufgrund der hiesigen Rechtslage/Rechtspraxis letzthin dem Wohlwollen der Mutter unseres Kindes unterworfen. Sie kann nach Belieben die Beziehung zwischen meinem Sohn und mir sabotieren, denn hierzulande gehört das Kind wie ehedem zur Mutter. Darum bleibt vielen Männer/Väter hierzulande nur noch Sarkasmus, wenn ausgerechnet Frauen tagtäglich wegen mangelnder Gleichberechtigung heulen und wehklagen, während nach Vorstellung des Frauenministeriums der 'Erzeuger' wie ehedem eine klassische Nebenrolle als Verfügungsmasse spielen soll.

Der Dauerstress einer mäßig bezahlten Festanstellung in der IT-Wirtschaft hat schließlich bei mir dazu geführt, dass zum Sarkasmus auch mein Ausstieg aus dem Konzern kam – hinein in die Freiberuflichkeit. Jetzt habe ich freie Zeiteinteilung.

Frauen reißen sich also den Arsch auf, um wieder arbeiten gehen zu können? Meine Kolleginnen haben sämtlich nach einjähriger Babypause wieder an gleicher Stelle angefangen wo sie aufgehört haben. Eine hat aus Gründen der besseren Flexibilität die Freiberuflichkeit gewählt und bekam sofort Aufträge vom ehemaligen Arbeitgeber. Nix Konkurrenz.

Extreme Widerstände sehe ich eher ausgehend vom hiesigen Staatsfeminismus, der weibliche Vorzugsrechte ausbaut und Väter massiv diskriminiert und so in Depression und Suizid treibt.

http://www.archeviva.com/blauer-weihnachtsmann-setzt-seinem-leben-ein-ende/
MfG

Donnerstag, 5. Februar 2015

Zensiert!

Wenn es um Zensur geht, ist häufig nur von zwei Parteien die Rede: Dem Zensierten und dem Zensor. Dabei geht unter, dass es eine dritte Partei gibt, nämlich diejenige, die von bestimmten Informationen abgeschnitten wird - der Leser, der dabei in der Wahrheitsfindung behindert wird, der einer Politik unterworfen ist, die ihn in seiner Meinungsbildung irreführt.



Eine weitere Differenzierung ist möglich zwischen Medien, die dazu stehen, dass sie zensieren (zum Beispiel Zeit.de, Telepolis.de oder Freitag.de) und solchen, die auch das unsichtbar machen (zum Beispiel taz.de). Letztere sind mir besonders unangenehm, sie verhalten sich wie - okay, krasser Vergleich - das Regime in China, welches zwar ein Massaker anrichtet, dann aber jeder Berichterstattung darüber einen Riegel vorschiebt, unterdrückt. Ein weiteres Beispiel hierzu liefert die USA, welche bekanntlich wieder foltert. Das aber ist geheim, weshalb es zu der irrwitzigen Situation kommt, dass Folteropfer vor Gericht nicht darüber aussagen dürfen, dass sie gefoltert wurden - das wäre Verrat und somit strafbar. Was das für die Opfer bedeutet, kann sich vermutlich kaum einer ausmalen; dass man misshandelt wurde, aber nicht darüber reden darf.

Was ist zum Beispiel davon zu halten, wenn dieser Satz zensiert wird:
"Warum wurde mein Beitrag zensiert?"
Dieser Satz enthält nichts, was eine Zensur rechtfertigen würde; er verstößt gegen kein Gesetz, betreibt keine Volksverhetzung noch sonstiges. Die einzige Information dieses Satzes ist, dass hier Zensur stattfindet, was aber nicht geäußert werden darf - man steht nicht dazu, dass man zensiert, und das ist sehr, sehr bedenklich.

Ein gutes Beispiel zur Thematik liefert taz.de. Die Tageszeitung ist stramm feministisch ausgerichtet. Feminismus bedeutet unter anderem, dass männliche Opfer und weibliche Täter unsichtbar gemacht werden. In diesem Sinne berichtete taz.de über eine Studie zu sexueller Gewalt in Südafrika, welche zu feministisch unkorrekten Ergebnissen kam, unter anderem eine hohe Rate von Täterinnen. Dies wurde von taz.de verschleiert, aber nicht nur das. Korrigierende Kommentare wurden nicht freigeschaltet, bzw. sie wurden erst dann freigeschaltet, als auszuschließen war, dass sie auch gelesen würden - nämlich erst eine Woche später, zu einem Zeitpunkt also, als die Masse der Leser bereits weitergezogen war und die Richtigstellung nicht mehr zur Kenntnis nehmen konnten. Das ist im Grunde ein Skandal, denn dass die Kommentare schließlich doch noch freigeschaltet wurden, bedeutet ja nichts anderes, als dass nichts an ihnen auszusetzen war, was eine Zensur rechtfertigen würde. Mit anderen Worten: Diese saubere Zeitung betreibt eine ganz bewusste Manipulation und Fehlinformation ihrer Leser im Sinne der feministischen Ideologie. Und das ist für mich ein Problem, denn wenn eine Zeitung ihre Leser in der Geschlechterdebatte irreführt, wer garantiert dann, dass sie das nicht auch bei anderen Themen genauso handhabt? Ich will nicht belogen werden, auch dann nicht, wenn mir die Lüge gefällt.

Bin ich jetzt fanatisch gegen jede Zensur? Nein, ich räume offen ein, dass hier auf meinem Hoheitsgebiet, auf meinem Blog zensiert wird (allerdings - bisher kam es noch nicht dazu - würde ich das sichtbar machen; ich würde eine Begründung posten, warum ich einen Kommentar gelöscht hätte). Eine gewisse Zensur ist notwendig, sofern man auf ein bestimmtes Niveau in der Diskussion Wert legt, ein gutes Beispiel hierfür ist das Blog "Alles Evolution". Dort wird auch zensiert, allerdings sichtbar, so finden sich dort hin und wieder solche Hinweise, dass ein Kommentar editiert wurde: "Bitte keine Beleidigungen". Ähnlich werde ich es auch halten, was hoffentlich aber nicht nötig ist. Tatsächlich genießen bei mir FeministInnen eine größere Redefreiheit als Maskulisten. Sollte hier eine Feministin aufschlagen, die erklärt, dass alle Männer Vergewaltiger seien, würde ich dies stehenlassen; ähnlich feindselige Äußerungen gegenüber Frauen aber würde ich löschen. Das mag für ein maskulistisches Blog paradox sein, ist aber nun mal so (ich werde das in einem eigenen Blog-Artikel vielleicht noch mal ausführlich erläutern) [Update: Inzwischen habe ich meine Meinung geändert, siehe Kommentare].

Wie auch immer: Wenn ich zensiert werde, werde ich wütend. Und ich denke, das ergeht den Meisten so. Zensiert zu werden ist in etwa so, als wenn man gesagt bekäme, man sei sowas wie ein nicht stubenreiner Hund. Das, was man zu sagen hat, sei anderen nicht zuzumuten.

Ich bin:

STINKSAUER

und deswegen richte ich eine eigene Rubrik ein: "Zensiert!" Hier werde ich regelmäßig Beiträge von mir und anderen veröffentlichen, die als nicht veröffentlichungswürdig betrachtet werden (zensierte Beiträge einfach im Kommentarbereich einreichen).

Den Anfang macht zu meinem Bedauern "The European", welche mir in dieser Hinsicht nicht negativ aufgefallen ist.

Zensierte Beiträge unter diesem Artikel:

1.:
"Warum wurde mein Beitrag zensiert?"

und

2.:
Die Lohnlüge und die Theorie der "Gläsernen Decke" (von der Männer genauso betroffen sind - nicht jeder Mann, der in den Vorstand will, schafft das auch) sind längst widerlegt, siehe bspw.:
http://manndat.de/feministische-mythen/berufsleben/frauen-im-beruf-benachteiligt-und-ausgenutzt.html

Im Fazit lässt sich sagen: Ein Frau, die wie ein Mann arbeitet, verdient auch wie ein Mann und hat auch nicht weniger Chancen als jeder Mann aufzusteigen, wenn sie sich dem Konkurrenzkampf stellt.

Die beiden (scheinbaren) Übel, die FeministInnen ausmachen - geringeres Einkommen und geringere Präsenz in Chefetagen - ist nicht auf Diskriminierung sondern Privilegierung zurückzuführen, nämlich das Privileg, einen Mann für sich arbeiten zu lassen. Keine Frau denkt daran, über Jahrzehnte den Löwenanteil ihres Einkommen und damit ihrer Lebenszeit dafür aufzuwenden, einen Mann und Kinder zu ernähren (siehe bspw. weibliche Unterhaltsverpflichtete, die sogut wie nie zahlen.). Die Frau stellt sicher, dass sie nicht in die undankbare Rolle der Ernährerin gerät, indem sie als Vater ihrer Kinder nur einen Mann akzeptiert, der mehr verdient als sie selbst, sprich, die Krankenschwester heiratet schonmal einen Arzt, keine Ärztin aber heiratet einen Krankenpfleger. Das wusste schon die Hohepriesterin des Feminismus, Simone de Beauvoir, Zitat: "No woman should be authorized to stay at home and raise her children. Society should be totally different. Women should not have that choice, precisely because if there is such a choice, too many women will  make that one""

Dienstag, 3. Februar 2015

Zwischen Wut, Hass und Diplomatie

maddes8cht schreibt:
Ein bisschen hat mich deshalb der Anfang der Diskussion gestört, in dem Uepsilonniks sehr konfrontativ aufgetreten ist, denn sie haben sich tatsächlich um eine sachliche Diskussion bemüht.
Hierbei hat sich maddes8cht vermutlich auch mir gegenüber diplomatisch ausgedrückt. Vermutlich hätte er mir lieber gesagt, dass ich einfach mal meine Klappe halten sollte, in einer Situation, wo man vielleicht Verbündete gewinnen könne.

Bevor ich mich auf den Aspekt der Diplomatie konzentriere, möchte ich meine Wut ansprechen.

Wobei "Wut" untertrieben ist, ehrlich gesagt: Es geht um Hass.

Den Hass kennengelernt habe ich, als sich Feministinnen mal wieder eine neue Boshaftigkeit ausdachten und über die "Male Tears", die "Männertränen" höhnten:

Geplante Bildunterschrift: "Ich will in ihrem Blut baden", aber davon nehme ich Abstand.

Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt schon mit männlichen Notlagen beschäftigt, und als ich mit dieser neuen feministischen Welle konfrontiert sah, brannten mir sämtliche Sicherungen durch - da lernte ich, was Hass ist.

Mit anderen Worten: Wenn sich Feministinnen darüber beschweren, mit Hass konfrontiert zu sein: Woran liegt das? Alice Schwarzer sprach von einem "begründeten Hass". Steht mir nicht dasselbe Recht zu? Kann es vielleicht sein, dass der Hass, der Feministinnen entgegenschlägt, seine Ursachen bei ihnen selbst hat? Was erwarten Feministinnen, die sich am männlichen Leid erfreuen? Dass man ihnen daraufhin mit Liebe und Verständnis begegnet? Im Ernst? Tatsächlich scheinen sie genau das anzunehmen.

Der Blogger Hadmut Danisch hält ebenfalls wenig von Diplomatie. Er schreibt (wenn auch in einem anderen Kontext):
Dabei sind sie an dem Shitstorm selbst schuld: Inhaltliche Kritik kapieren die ja nicht, prallt ja an denen völlig ab. [...] Beleidigung ist das einzige, was durch deren Wahrnehmungsfilter noch durchdringt, was noch in deren erbärmlich niedriger Auffassungsgabe ankommt. Aus der Bandbreite der Kritik von 0 bis 100 verstehen sie mangels Intelligenz nur den Bereich 0 bis 5 und beschweren sich dann über Shitstorm. Das ist, wie wenn der Blinde sich beschwert, dass ihm die Ampel zu einfarbig ist

Sprich: Nur mit groben Worten kann man noch am Diskurs teilnehmen.

Nur: Damit - und dort gebe ich maddes8cht vollkommen Recht - verschreckt man alle möglichen Verbündeten - besonders Frauen. Auf der anderen Seite: Kann man einer Frau überhaupt eine unangenehme Wahrheit, oder sagen wir: "Meinung", wie zum Beispiel, dass das eigentlich privilegierte Geschlecht die Frau ist, schonend beibringen?

Welche Chance hat der Unterdrückte gegenüber dem Unterdrückenden, wenn er sich allein auf die Diplomatie verlässt? Frau Schwarzer kennt die Antwort, sollten wir uns an ihr ein Beispiel nehmen?

Nein.

Es gibt viele Frauen, die um Fairness gegenüber Männern bemüht sind. Astrid von Friesen. Karin Jäckel. Wendy McElroy und viele weitere, die die reale Boshaftigkeit gegen Männer anprangern.

Und wenn ich in einem Disput auf eine Frau wie z.B. Andrea treffe, halte ich inne und frage mich, was ich da eigentlich tue. Ich wäre traurig, wenn ich ihr vor den Kopf stoße. Auf der anderen Seite aber müssen ein paar Wahrheiten, die den Frauen nicht allzu gut zu Gesicht stehen, einfach mal ausgesprochen werden.

Diplomatie? Ja!

Konfrontation? Ebenfalls: Ja!