Sonntag, 22. Mai 2016

Der Frauenfeind im Knast

Ich verlinke ihn nicht, und nenne ihn nur "T".

T. ist kein Freund von mir, ich halte sein Wirken für kontraproduktiv für die Männerrechtsbewegung, da er einen hervorragenden Strohmann abgibt, um gegen diese zu feuern - so hat bereits der Antimaskulist Kemper über T. geschrieben, und ihm dabei eine weit übertriebene Bedeutung für die Männerbewegung zugeschrieben: So nennt er T. und Arne Hoffmann in einem Satz, was in etwa so zu werten ist, als ob man Brecht und Stalin in einem Atemzug nennt, um die Linke zu verteufeln.

Ich halte T. für einen Frauenfeind, allerdings nicht so extrem, wie Feministen Männerfeinde sind. T. sieht die Frau auf einer Stufe zwischen Männern und Kindern, was ihre Mündigkeit angeht. Daraus ergibt sich die Pflicht für den Mann, für die Frau zu sorgen. Niemals hat er gewaltverherrlichende oder faschistoide Thesen gegen Frauen verbreitet - das, was man auf feministischer Seite findet, gibt es bei ihm nicht.

Dennoch musste T. in den Knast - für mehrere Wochen.

Denn die Anklage gegen ihn lautete:
Das streitgegenständliche Internetangebot enthält jugendgefährdende Inhalte. [...] Es besteht die Gefahr, daß Kinder und Jugendliche sich hierdurch bereits im frühen Alter von Vorurteilen prägen lassen und ein bestimmtes Rollenbild entwickeln. Dies kann auf Dauer dazu führen, daß Kinder den Respekt vor Frauen verlieren und diese als hierarchisch untergeordnete Menschen wahrnehmen. Die Kinder können in ihrer Entwicklung erheblich beeinträchtigt werden. Die Inhalte des Angebots stellen die verfassungsrechtlichen Grundwerte in Abrede. (Hervorhebung im Original).
Die Frage, die sich mir jetzt sofort stellt, ist, warum eigentlich nicht Feministinnen wie Antje Schrupp mit Gefängnis bestraft werden, wenn sie Thesen verbreiten, die dazu führen könnten, dass Kinder den Respekt gegenüber Männern verlieren könnten? Was ist, wenn ein Kind bei Frau Schrupp lernt, dass es vollkommen in Ordnung ist, ein Kind seinem Vater zu entziehen - ein äußerst brutales Verbrechen, was großes Leid sowohl für Kinder als auch Väter zur Folge hat?

Was ist eigentlich, wenn eine Person des öffentlichen Lebens wie Alice Schwarzer eine faschistoide Hassideologie wie  "SCUM" bejubelt; was ist, wenn SCUM als Theaterstück aufgeführt wird; was ist, wenn ein Leitmedium wie der "SPIEGEL" das männliche Geschlecht zu einer "Krankheit" erklärt? Warum darf eine Autorin so eindeutige Titel wie "Nur eine toter Mann ist ein guter Mann" veröffentlichen, ohne, dass sich ihr Probleme dafür ergeben? Warum gibt es hier nicht Gefängnisstrafen für die Verantwortlichen? Ich meine: Wir alle sind doch für Gleichberechtigung, also sollten für Feministen doch dieselben Regeln gelten wie für Frauenfeinde, oder?

Wie ich bereits schrieb: Papier ist geduldig. Weil ein Gesetz geschrieben ist, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch angewendet wird. Der Paragraph der Volksverhetzung wird nur dann angewendet, wenn es darum geht, Frauenfeinde zu verfolgen, nicht, wenn es um Anfeindungen und Herabsetzungen gegen Männer geht.

Warum ist das so? Die Antwort darauf ist natürlich einfach: Der Staats- und Pressefeminismus imaginiert eine Welt, in welcher Männer an der Mach sind. Ist natürlich Schwachsinn - der ganz durchschnittliche Mann hat den Befehlen seines Chefs zu folgen und ist mitnichten an der Macht. Da aber der Mann als an der Macht begriffen wird, kann man ihn nach Belieben benachteiligen. Er kann gar nicht diskriminiert werden, da er eben der König, der Kaiser, der Diktator an der Macht ist. Deswegen ist das (verbale) Einprügeln auf Männer absolut legitim.

Die US-Amerikanerin Daphne Patai schrieb dazu:
»Es fällt einem schwer, sich heute eine andere Gruppe von Menschen vorzustellen, die dermaßen krass in der Öffentlichkeit niedergemacht werden kann, ohne augenblicklich Protest zu erheben. Irgendwie scheinen sämtliche Männer zum Schweigen eingeschüchtert worden zu sein.«
Und deshalb darf man das männliche Geschlecht nach Belieben abwerten. Das Geschlecht, welches die meisten Selbstmörder und Obdachlosen stellt; das Geschlecht, welches wie damals die schwarzen Sklaven gegen ihren Willen von ihren Kindern getrennt wird; das Geschlecht, welches Jahre früher verendet, ein Indikator für strukturelle Benachteiligung.

Und diejenigen, die gegen dieses Geschlecht hetzen, halten sich auch noch für mutige Vordenkerinnen, dabei tun sie nichts anderes, als genau das, was erlaubt ist, oder wie es Warren Farrell mal sinngemäß ausdrückte: Es erfordert sehr viel mehr Mut und Stärke, sich für die Belange von Männern einzusetzen als für die der Frauen.

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