Freitag, 29. April 2016

Dankesbrief einer Feministin

Eine Feministin hat mich gebeten, diesen Dankesbrief an einen gewissen "Werner Stahl" weiterzuleiten. Da ich nicht weiß, wer das ist, ja bis vor kurzem noch nicht mal wusste, dass es ihn überhaupt gibt, veröffentliche ich den Brief einfach hier, in der Hoffnung, dass er Herrn Stahl erreicht:
Lieber Werner,
ich bin eine Antimaskulistin der ersten Stunde und will dir sagen, dass ich total begeistert bin von dem, was Du so verbreitest. Du hilfst unserer Bewegung, unserer Sache mehr als eine Simone de Beauvoir, Valerie Solanas und Alice Schwarzer zusammen. Deine Idee, als False-Flag aufzutreten ist wirklich glorreich, und ich ärgere mich, dass ich selber nicht auf die Idee gekommen bin. Allerdings würde man es mir als Frau auch schwerlich abkaufen, dass ich zu sowas stehe, zumal ich eine für jeden leicht zu recherchierende Karriere als Feministin hinter mir habe.
Also, Du machst einen echt tollen Job, aber erwarte nicht, dass Du dafür einen Keks erhältst, für etwas, das ja wohl selbstverständlich ist.. und denk ja nicht, dass Du deswegen Raum einnehmen darfst. Dies nur, damit dein Mütchen gut gekühlt bleibt.
Also, von mir als Feministin zu dir als Feminist: Mach weiter so! So hilfst Du uns am Meisten!
Liebe Grüße XXX

Samstag, 23. April 2016

Exväter, Mütter und eingebildete Empathie

Es ist ganz einfach und für jeden einsichtig:

Mütter lieben ihre Kinder und Kinder lieben ihre Mutter.

Kaum jemand würde diese einfache Formel bestreiten und die Medien liefern ebenfalls Beweise für dieses emotionale Verhältnis. Man denke bspw. an Filme wie "Nicht ohne meine Tochter" oder "Die Frau vom Checkpoint Charlie" in welchen Löwenmütter um ihre Kinder kämpfen. Jeder sieht sofort ein, dass es ein Verbrechen ist, Mutter und Kind zu trennen. Denn mit solch einer gewaltsamen Trennung würde man viel Leid verursachen, sowohl bei der Mutter als auch bei dem Kind.

Was auf der Seite der Frauen eine Selbstverständlichkeit ist, muss auf Seiten der Männer immer und immer wieder betont werden:

Väter lieben ihre Kinder und Kinder lieben ihren Vater. 

Es muss deswegen betont werden, weil empathiebefreite Feministinnen wie Antje Schrupp oder Laurie Penny andere "Wahrheiten" in die Welt setzen, wonach Männer und Väter allein machtgeile Schweine sind, von keinem anderen Wunsch beseelt, als über Frauen und Kinder zu herrschen. So zum Beispiel Laurie Penny: Sie hat für eine Feministin die begnadete Erkenntnis, dass Arbeit weniger mit Selbstverwirklichung als viel mehr mit Entbehrung und Mühsal zu tun hat. Die Frage jetzt, warum so viele Männer ihr ganzes Leben lang diese Mühsal auf sich nehmen, um damit Frau und Kindern ihr Leben zu unterhalten, beantwortet die Männerfeindin damit, dass es Männern so sehr gefällt, Macht über eben jene Frau und ihre Kinder auszuüben. Ein ganzes Leben voller Mühsal, dafür, ein bisschen Macht über zwei bis drei Menschen auszuüben - man stelle sich vor, die glauben das tatsächlich!

Oder Antje Schrupp. Die nachweisliche Sexistin schlägt vor, Väterrechte ganz abzuschaffen und Kinderkriegen vom Steuerzahler - also dem kollektiven Mann - zahlen zu lassen. Man sollte ihr mal die Frage stellen, ob sie - als progressives Mitglied unserer Gesellschaft - es eigentlich als Verbrechen betrachtet, wenn schwarze Sklaven in Amerika willkürlich von ihren Kindern getrennt wurden, und wie sie es im Vergleich dazu mit den Vätern unserer Gesellschaft sieht. Fragen, mit denen sich Madame nicht auseinandersetzen muss, da sie das Privileg genießt, in ihrer Filter-Bubble alles ignorieren zu können, was ihrer Ideologie im Weg steht.

Als drittes Beispiel könnte man Carola Fuchs anführen: Ihr Pamphlet, in welchem Väter in erster Linie als Gewalttäter gegen ihre Kinder gesehen werden, erschien nicht nur im radikal männerfeindlichen Blog "Die Störenfriedas" sondern auch im Mainstreammedium "Huffington Post". Carola Fuchs hat ein Problem damit, dass die Macht der Mutter nicht an die Allmacht heranreicht: Ein Vater, der seine Kinder sehen will, der seinen Kindern auch nach der Trennung ein Vater sein will, ist für sie nur ein potentieller Gewalttäter - wobei die gute Frau einfach mal unterschlägt, dass Gewalt gegen Kinder immer noch überwiegend von Müttern ausgeht, einschließlich tödlicher Gewalt. Dies war aber noch nie ein Thema für Väterausgrenzerinnen, die ihren Expartner nicht nur aus dem eigenen Leben, sondern auch aus dem Leben ihrer Kinder streichen.

Der Leidensdruck, den das empathische Geschlecht damit verursacht, ist enorm - aber wohl bei Vätern auch gewollt. Die Selbstmordrate von Trennungsvätern liegt beim sechsfachen des sonst üblichen Werts bei Männern, die sich sowieso schon öfters als Frauen umbringen. Man stelle sich vor, wir hätten hierzulande ein Scheidungs- und Sorgerecht vorliegen, welches Trennungsmütter in den Tod treibt: Eine Feministin könnte nicht soviel fressen wie sie kotzen wollte. Und die nächste Frage stellt sich auch sofort: Was ist das eigentlich für eine Männerherrschaft, eine "Patriarchat", in welchem die Mutter den Vater abschießen kann?

Aber auch Kinder leiden unter der Entväterung. Einer meiner Gastautoren bezeichnete das, was Mütter alltäglich mit ihren Kindern anstellen, als "systematische psychische Vergewaltigung" - und er spricht aus eigener Betroffenheit. Im Zusammenhang dazu machen alleinerziehende Mütter, die den verhassten Ex abgeschossen haben, einen schlechten Job. So schreibt bereits Matussek:
Also, noch einmal: Kinder, die ohne Väter aufwachsen, sind
· 5mal mehr gefährdet, Selbstmord zu begehen
· 32mal mehr gefährdet, von zu Hause wegzulaufen
· 14mal mehr gefährdet, Vergewaltigung zu begehen
· 9mal mehr gefährdet, frühzeitig aus der Schule auszusteigen
· l0mal mehr gefährdet, Drogen zu nehmen
· 9mal mehr gefährdet, in einer Erziehungsanstalt zu landen
· 20mal mehr gefährdet, sich im Gefängnis wiederzufinden
· 33 mal mehr gefährdet, ernstlich körperlich mißhandelt zu
werden
· 73mal mehr gefährdet, Opfer tödlichen Mißbrauchs zu sein
Nein, die Entväterung ist ein ernstliches Problem für Kinder. Mütter könnten dies wissen, wenn sie über etwas mehr Empathie verfügen und auf die Interessen ihrer Kinder Rücksicht nehmen würden.

Es ist wirklich faszinierend und zugleich erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit man Männern, Vätern Empathiefähigkeit abspricht. Es ist erschreckend, dass Männerhasserinnen ohne Widerspruch behaupten dürfen, solche Väter, die auch nach der Trennung Väter sein wollen, würden ihre Kinder nicht lieben, sondern lediglich auf Machtausübung aus sein.

Und dieser Virus ist weit verbreitet. So wird in "Familienberatungen" Trennungsvätern allen Ernstes geraten, sich doch einfach eine neue Familie zu suchen, wenn sie Kontakt zu ihren Kindern wünschen. Es ist monströs, wie hier sowohl über Väter als auch Kinder hinweggetrampelt wird.

Allerdings fügt es sich ein in das Bild vom Mann als Mensch zweiter Klasse. Ein Mann liebt nicht, er will nur Macht ausüben; Männer sind laut dem dominierenden Diskurs ein Unheil für die Gesellschaft, wie bereits ausführlich und lesenswert Christoph Kucklick ausführt: Das unmoralische Geschlecht.

Samstag, 9. April 2016

Ungeborenentötung - Abtreibung



Eine meiner Ex-Freundinnen stellte vor dem ersten Sex klar:
"Wenn was schiefgeht, und ich schwanger werde, werde ich auf keinen Fall abtreiben."
Ich war damals jung und dumm, und willigte ein, ohne mir über die Konsequenzen im klaren zu sein. Heute ist mein Motiv ein anderes: Wenn eine Frau zu erkennen gibt, dass sie abtreiben könnte, kommt sie für mich als Sexpartnerin nicht mehr in Betracht, und das, obwohl ich kein Kind will. Mit anderen Worten: Meine Haltung zu Abtreibung ist im Grunde zu meinem eigenem Nachteil - denn eine ungewollte Schwangerschaft ist auch für den Mann mit massiven Nachteilen verbunden.

Denn wenn ein Mann gegen seinen Willen Vater wird, bedeutet das, dass er zur Verantwortung gezogen wird. Wo sich die Frau von ihrer Verantwortung lossagen kann, wird er in die Pflicht genommen, über Jahrzehnte für Frau und Kind zu arbeiten. Oder andersrum: Dass ein Mann die Abtreibung seines Kindes als Mord empfinden könnte, was ihn traumatisiert, ist ebenfalls ein Tabuthema, über das keiner redet. Egal, wie seine Position ist, er hat die Entscheidung der Schwangeren hinzunehmen und zu akzeptieren. Dies kann unter anderem ein schwerwiegenden Eingriff in sein Selbstbestimmungsrecht bedeuten, besonders, wenn er gezwungen wird, für das Kind zu zahlen.

Wo der Mann in die Pflicht genommen wird, stehen der Frau alle Möglichkeiten offen. Sie kann sich entscheiden, das Kind auszutragen oder zu töten. Wenn sie es zwar austrägt, aber keine Mutter sein will, stehen ihr zusätzlich die Optionen offen, das Kind anonym zu gebären oder eine Babyklappe zu nutzen. Dies ist ein Vorrecht der Frau als Herrin über Leben und Tod, wie es sich auch in der übrigen Justiz zeigt, in welcher Frauen grundsätzlich weniger hart als Männer bestraft werden.

Oft wird hierbei vom "Selbstbestimmungsrecht" der Frau gesprochen, doch wer spricht vom Lebensrecht des Ungeborenen? Das eine betrifft neun Monate, das andere ein ganzes Leben - mal vom massiven Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des (potentiellen) Vaters abgesehen.

Bei der Frage danach, ob eine Abtreibung erlaubt sein soll oder nicht, lenkt sich der Blick unweigerlich auf den ungeborenen Menschen. Diesem wird im feministischen Diskurs kein Lebensrecht zuerkannt, er wird als "Zellhaufen" benannt oder gar krasser noch als "Parasit" (Simone de Beauvoir- "Das andere Geschlecht"). Der Punkt ist nur, dass ein "echter" Parasit keine Anstalten unternimmt, mal ein vollwertiger Mensch zu werden und Steuern zu zahlen, geliebt wird und selber liebt.
Lebt schon, fühlt schon, nach feministischer Auffassung aber ohne Lebensrecht: heute tot.
Beliebt bei Abtreibungsbefürwortern ist dabei die Argumentation, dass das Ungeborene noch keinen Überlebenswillen ausgedrückt hätte und ohne Ich-Bewusstsein sei. Nun, auch geistig Behinderte, Demente oder Komatöse sind vielleicht ohne Ich-Bewusstsein und äußern ihren Lebenswillen nicht, ohne dass man sie einfach ermorden dürfte. Selbst einen Suizidalen, einen Menschen also, der nicht mehr leben will, darf man nicht einfach töten. Es ist verlogen, dem Ungeborenen das Lebensrecht abzusprechen, obwohl es mit nahezuer Garantie in der Zukunft ein Überlebenswillen ausspricht. Viele Feministen sind Tierschützer, gar Tierrechtler; hier wird das Leben eines Tieres über das eines Menschen gestellt.

Es erscheint wohl nicht nur mir unbegreiflich, daß bei Forschungen an in vitro erzeugten Embryonen schärfste Verbote zur Geltung kommen, während das Kind im Mutterleib so gut wie keinen Schutz genießt (Georg Friedenberger)

Der Punkt ist: Der Embryo, der Fötus ist bereits ein vollwertiger Mensch, nur halt in einem frühen Entwicklungsstadium. Der Embryo, der ich mal war, das war ich. Das war kein Zellhaufen oder Parasit, das war ein Ich in einer frühen Zeit. Und so wie mir mein Körper heute gehört, gehörte mir - und nicht meiner Mutter - mein damaliger Körper, auch wenn er nur ein verachteter "Zellhaufen" war, von dem Femofaschisten gerne reden. Wir entwickeln uns nicht zum Menschen, wir entwickeln uns als Mensch.

Die Zeit schreibt:
Die Mädchentötung – auch als "Genderzid" oder "Femizid" bezeichnet – sei kein grausames, patriarchalisches Kulturerbe, sondern eine Folge des Sittenverfalls in einer Konsumgesellschaft.
Hierbei geht es um Abtreibung von Mädchen in Indien und China. Ein "Genderzid" oder "Femizid" bezeichnet aber einen geschlechtsspezifischen Massen-mord. Wir dürfen also festhalten:

Abtreibung ist Mord

(freilich wird sich die "Zeit" sofort davon distanzieren)

Mit dem Abtreibungsrecht werden Frauen zu Herrinnen über Leben und Tod befördert. Ein solches Recht findet sich sonst nirgendwo. Und das hat Folgen: Erst darf die Frau töten, wenn sie möchte, dann darf sie "ihr" Kind dem Vater vorenthalten - das Kind bzw. Ungeborene ist Eigentum der Mutter, und im kapitalistischen System gehört es dazu, dass man sein Eigentum willkürlich verwenden darf, einschließlich, es zu vernichten. Der Slogan "Mein Bauch gehört mir" lautet in Wirklichkeit: "Mein Ungeborenes gehört mir" - allerdings wäre dies wohl zu verräterisch...

Und wie geht es weiter?

Friedenberger schreibt:
Wer das Lebensrecht nicht allen menschlichen Wesen zuerkennt,
gibt die Idee von der Menschenwürde auf und läßt an ihre Stelle
seinen Schätzwert bestimmter Funktionen treten.
Tatsächlich haben sich einige "Philosophen" bereits dahingegen geäußert, dass ein Neugeborenes kein Lebensrecht genießt:
Neugeborene seien moralisch mit Föten gleichzusetzen. Sie seien zwar Menschen und potentielle Personen, aber noch keine Personen, die einen moralischen Anspruch auf Leben hätten.
Dorthin geht es weiter...

Freitag, 1. April 2016

Schwere Körperverletzung: Justizminister beschnitten

Unter anderem die "Bild" berichtet:
Als Heiko Maas (SPD) zum gestrigen Abend nach Hause kam, wurde er von mehreren maskierten Männern überfallen. Die Täter fixierten den Justizminister, entkleideten ihn und schnitten mit einem scharfen Messer die Vorhaut ab. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung aufgenommen, die Polizei bitte um sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.
*klick*